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Folgende Weblogs beziehen sich auf Prospekte im Destinationsmarketing - Ist mehr besser?:

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Hi Karin, wir vom Bodensee-Tourismus Service beantworten an manchen Tagen über 1000 Prosopektanfragen mit unserem Mailinghouse für die Destination Bodensee. Das geht für die Beteiligten sehr ins Geld, und man kann sich zu Recht fragen, ob man mit dem selben Geld und Aufwand nicht viel mehr erreichen könnte. Ich bin, was meine eigenen touristischen Produkte betrifft, durchaus dieser Meinung!

Was ich festgestellt habe:

(a) Der Erfolg der Touristinfo einer kleinen touristischen Region (sagen wir, eines Ortes) wird meist nur daran gemessen, wie viele Prospekte verschickt wurden. Das meldet die Halbtageskraft an ihren Bürgermeister. System also nicht in weniger als 10 Jahren änderbar, weil die betreffender Person innovationsresistent und unkündbar.

(b) Auf der ITB habe ich alle deutschen fahrradspezifischen Prospekte eingesammelt. Knapp die Häfte davon war durch irgendwelche EU-Fördertöpfe kofinanziert (meist Interreg). Oder in anderen Worten: mit der Herausgabe von knapp der Häfte der Prospekte wurde nicht zuletzt das Ziel verfolgt, durch Kofinanzierung und übertriebe Darstellung von "Sowiesokosten" bestehende Stellen zu refinanzieren. Leider.

Hallo Peter,

danke für deinen wertvollen Input!

Ich habe extra alle Dresden-Prospekte aus der Versenkung geholt - sie sind nicht EU-gefördert. Das macht es natürlich nicht unbedingt besser.

Aber es stimmt schon, seinen touristischen Partnern ggü brüstet man sich am Jahresende mit der Zahl der versandten Prospekte.

Der Versand von Prospekten ist schon alleine dadurch ein diskutierenswertes Thema, dass er sehr teuer ist, wie Peter auch schon anmerkte. Die Problematik, dass der Prospektversand eine Messgröße für den Erfolg einer DMO verwendet wird, stellt eigentlich ein Armutszeugnis der entsprechenden Verantwortlichen dar. Noch dazu kann ich aus eigener touristischer Erfahrung sagen, dass der Response auf die Prospekte nur selten wirklich gemessen wird (zb via geompapping). Und wenn man dann auch noch die Minimalbudgets für Onlinestrategien sieht, dann schreit das doch eigentlich nach Änderung.

VIEL WICHTIGER schätze ich aber einen anderen Punkt ein: Oft wird der Druck und Versand von Prospekten bei der inhaltlichen Arbeit mangels Kompetenz und Erkenntnis vor das Thema Markenbildung und Markenführung gesetzt.

Diese beiden Begriffe sind die Grundlage aller weiteren Schritte. Nur wenn dieser Schritt qualitativ gut ausgeführt und gehalten wird, können die weitergehenden Maßnahmen erst erfolgreich sein. Die Positionierung / das Reputation Management einer Destination wird doch nicht nur über Prospekte gestützt, viel wichtiger ist das Thema Marke, USP & Image. Das gilt übrigens auch für das Thema Web2.0-Vermarktung - ohne eine klare Markenstrategie ist auch diese relativ uneffektiv / sinnlos.

Hallo Daniel, danke für deinen Beitrag. Hier ist meine Einschätzung: http://passionpr.typepad.com/tourism/2008/04/tourismusverbnd.html

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